Das Phoenix Archäologieprojekt (PAP) ist ein internationales und multidisziplinäres Ausgrabungs- und Forschungsprojekt unter der Leitung von Dr. Asil Yaman. Es widmet sich der antiken Stadt Phoenix und ihrem Umland im Gebiet der Dörfer Taşlıca und Söğüt bei Marmaris in der Provinz Muğla.
Ziel des Projekts ist es, das materielle und immaterielle Kulturerbe im Südwesten der Halbinsel von Bozburun zu dokumentieren, die gewonnenen Erkenntnisse der wissenschaftlichen Gemeinschaft zugänglich zu machen und zum Schutz der Kulturgüter beizutragen. Als zukunftsorientiertes Projekt hat PAP zudem Programme zur Förderung gesellschaftlicher Verantwortung ins Leben gerufen, die eine nachhaltige Zukunft für die Region Taşlıca mitgestalten sollen.
Das Stadtzentrum und die Akropolis des antiken Phoenix befinden sich auf dem Hisar Tepe, etwa zwei Kilometer südlich von Taşlıca im Bezirk Marmaris und östlich der Sindili Ebene. Der von Stadtmauern umgebene Hügel liegt rund 250 Meter über dem Meeresspiegel.
Nördlich des etwa 2,5 Hektar großen Stadtzentrums befinden sich das Heiligtum des Apollon und der Eileithyia sowie eine frühbyzantinische Kirche mit basilikalem Grundriss.
Das Phoenix Archäologieprojekt wurde 2021 unter der Leitung von Dr. Asil Yaman mit offizieller Genehmigung der Generaldirektion für Kulturgüter und Museen des Ministeriums für Kultur und Tourismus der Republik Türkei begonnen (Genehmigung vom 06.07.2021, Aktenzeichen E-94949537-161.02-1516173).
Die Feldarbeiten umfassen Ausgrabungen und archäologische Surveys und finden im Sommer statt.
Bei den Feldarbeiten des PAP kommen in der Archäologie etablierte Methoden der systematischen Intensivbegehung zum Einsatz. Die Ausgrabungen werden nach dem Locus-Lot System dokumentiert.
Die archäologischen Arbeiten werden mit weiteren Disziplinen wie Geophysik, Architektur, Ökologie, Anthropologie, Soziologie, Oral History, Philosophie sowie Kulturerbe- und Stättenmanagement verknüpft. Die im Feld gewonnenen Daten werden fortlaufend erfasst und in eine webbasierte digitale Datenbank eingepflegt.