An den Küsten im Umfeld der antiken Stadt Phoenix, die im Gebiet der Ortsteile Söğüt und Taşlıca liegt, werden mit offizieller Genehmigung der Generaldirektion für Kulturgüter und Museen des Ministeriums für Kultur und Tourismus der Republik Türkei archäologische Untersuchungen unter Einbeziehung meeresgeologischer und geomorphologischer Analysen durchgeführt.
Die Untersuchungen entlang der Küste werden dazu beitragen, gefährdete bewegliche und unbewegliche archäologische Kulturgüter zu erfassen, zu dokumentieren und zu schützen. Zugleich werden sie wertvolle wissenschaftliche Erkenntnisse über Häfen, Verteidigungsanlagen, Gräber und Kultstätten liefern, die mit Handel, militärischen Aktivitäten, Bestattungstraditionen und religiösen Praktiken in Phoenix und seinem Umland verbunden sind.
Koray Konuk ist als Forschungsdirektor (Directeur de recherche) fest am französischen Centre national de la recherche scientifique (CNRS) tätig. Seine Hauptinteressen sind die Geschichte der frühen Münzprägung sowie Geschichte und Archäologie Kariens, einer Region im Südwesten Kleinasiens.
Nach dem Studium der Klassischen Archäologie und der Politikwissenschaft in Löwen und der Promotion in Oxford wurde er Kurator für antike Münzen am Fitzwilliam Museum und Lehrbeauftragter an der Fakultät für Altertumswissenschaften der Universität Cambridge.
Er leitete archäologische Surveys im Keramischen Golf in Karien und stand der französischen archäologischen Mission in Euromos vor. Als Gastwissenschaftler war er in Oxford, Istanbul und bei der American Numismatic Society in New York. Derzeit leitet er das Gemeinschaftsprojekt Historia Numorum Online, das griechische Münztypen erfasst; der aktuelle Band behandelt die Münzstätten Kariens: http://hno.huma-num.fr/.
Er ist Mitherausgeber des neuen Bulletin Numismatique de l’Asie Mineure und des International Journal of Ancient Mediterranean Studies: Philia und gehört den Redaktionsbeiräten von Fachzeitschriften wie Anatolia Antiqua (Istanbul), Anadolu (Ankara), Archaeologia Maeandrica (ARMA, Aydın) und Arkeoloji ve Sanat Dergisi (Istanbul) an.
Dr. Asil YAMAN ist seit 2016 Consulting Scholar am Penn Museum (University of Pennsylvania) in den USA. Seit 2003 hat er an zahlreichen Grabungen und Surveys im westlichen Anatolien mitgewirkt; zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören spätrömische Keramik in Karien und Lykien, Ess- und Trinkkultur sowie die Handelsbeziehungen zwischen der Levante und Anatolien in der Spätantike.
Im Rahmen seiner Postdoc-Forschung konzentriert sich Dr. Yaman auf die Archäologie der karischen Chersones, der heutigen Bozburun-Halbinsel, und leitet seit 2021 mit offizieller Genehmigung der Generaldirektion für Kulturgüter und Museen des Ministeriums für Kultur und Tourismus der Republik Türkei das Phoenix Archaeological Research Project (PAP). 2018 erhielt er Forschungsstipendien des American Research Institute in Turkey (ARIT) und des CAPP der Koç-Universität; er lehrt im Bachelor- und Masterstudium Kurse wie ‚Archäologie Anatoliens‘, ‚Ost-West-Konflikte in archäologischer und historischer Perspektive‘ und ‚Kleinasien in der Spätantike‘.