Community Archaeology lässt sich im einfachsten Sinne als das Bemühen verstehen, die bereits bestehende Beziehung zwischen Gesellschaft und Archäologie zu begreifen. Auf dieser Grundlage Maßnahmen zu entwickeln, die diese Beziehung stärken, gehört ebenfalls zu ihrem Aufgabenbereich.
Welche Rolle archäologische Zeugnisse im Leben der Menschen spielen, was sie für sie bedeuten, welchen Nutzen sie haben oder welche Schwierigkeiten sie verursachen, sind wichtige Aspekte dieser Beziehung. Ein vertieftes Verständnis von Community Archaeology erfordert es, stereotype Vorstellungen und Verallgemeinerungen über die Wahrnehmung der Archäologie in der Bevölkerung zu hinterfragen. Wem das archäologische und kulturelle Erbe gehört, wie es ausgewählt und präsentiert wird und wen sein Schutz und seine Vermittlung begünstigen oder benachteiligen, sind dabei zentrale Fragen.
Das übergeordnete Ziel besteht darin, die moderne Welt mithilfe der Archäologie zu einem gerechteren und gleichberechtigteren Ort zu machen – im Sinne von Matsudas Konzept eines kritischen Ansatzes in der Community Archaeology.
Dieses Ziel verfolgen wir im Rahmen des Phoenix-Projekts für Community Archaeology. Wir möchten die vielfältigen Auswirkungen dieser unmittelbar bei den Dörfern Taşlıca und Söğüt gelegenen archäologischen Stätte auf die Gesellschaft untersuchen und miterleben, wie diese Auseinandersetzung das gesamte Projekt bereichert und verändert.